Puppen aus Julchens Puppenstube

So nannte das Ich dieses Körpers damals sich selbst und seine Puppen.

Ich war Julchen, die Puppenmacherin.

 

Julchen gibt es heute nicht mehr, sie ist in mir gestorben. Ich bin aber auch kein echter Walk-in, es ist eher so, dass die Über- Über- Überseele von mir in meinen Körper purzelte und ihn 2003 vollständig übernahm. Die alte Inkarnation "Julchen" hing noch lange in mir rum und wurde ein paar Jahre später dankbar ins Licht geschickt, nachdem sie noch mit mir zusammen die Autobiografie geschrieben hatte. Ihr Leben war vollendet und ich bin ihr sehr dankbar für alle Erfahrungen, die sie mir/uns schenkte und die für meine Schwingung zu niedrig gewesen wären, um sie zu (üb-)erleben.

Für die Qualität der Bilder möchte ich mich entschuldigen. Sie waren schon alt, oft betrachtet und wurden aus verblichenen Originalfotos der Zeit hochgescannt.

 

Meine Julchen Puppen (1983 - 1998), wie mein Ich sie damals nannte, gab es als Marionetten oder Schlenkerpuppen mit Gesichtern und Gliedmassen aus Textil, Keramik oder Cernit. Sie waren allesamt selbst entworfen (auch die Formen für den Guss einer limitierten Serie stellte ich selbst her) und besaßen einen Textilkörper. Der Kopf der Keramikpuppenserie saß drehbar auf einer Keramikschulter, die erhaben auf dem Rücken den Schriftzug "Julchen Puppen" trug. Kleider, Bemalung und Haare wurden grundsätzlich verschieden gestaltet und die Schnitte für jede einzelne Puppe neu entworfen, so dass auch in der limitierten Keramikserie keine Puppe einer anderen gleicht. Die Cernitpuppen waren Unikate, die es so nur einmal gab.

 

In Idar-Oberstein unterhielt ich eine eigene Werkstatt (Julchens Puppenstube, 1983 - 1991), gab Puppenkurse und öffnete sonntags meine kleine Ausstellung. Mit meinen Puppen nahm ich in den 80ern auch an zahlreichen Kunsthandwerkermärkten teil.